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HEDERA - DIE FRÜHLINGSWEIHE

 

Hedera ist nach der botanischen Gattung des Efeus benannt – einer Pflanze, die nicht durch Kraft emporwächst, sondern durch Beharrlichkeit, Verbundenheit und stille Widerstandsfähigkeit. Zu ausgewählten Passagen aus dem ersten Teil von Igor Strawinskys Le Sacre du printemps / Die Frühlingsweihe zeichnet das Werk eine Entwicklung vom Erwachen zum Puls, vom Puls zur Verfolgung und von der Verfolgung zur Verflechtung nach.

 

Ein stetig wachsendes Ensemble von Tänzerinnen bewegt sich wie die Ranken eines einzigen Organismus: Sie treten hervor, lösen sich voneinander, kreuzen sich, weichen zurück und finden erneut in einen gemeinsamen Rhythmus. Was als leises Erwachen beginnt, schlägt allmählich im Körper Wurzeln. Durch wiederholte Schritte wird der Boden hörbar; Röcke zeichnen wie lebendige Ranken ihre Spuren in die Luft; Linien dehnen sich aus, verknoten sich und formieren sich unter Druck immer wieder neu. Während die Musik zunehmend an Kraft gewinnt, ist Sanftheit nicht länger zerbrechlich – sie wird zu Beharrlichkeit, Widerstand und Überlebenswillen.

 

Als ein Werk konzipiert, das Schicht für Schicht weiterwachsen kann, entfaltet sich Hedera im Spannungsfeld zwischen Ritual und Wachstum. Es offenbart eine weibliche Energie, die weder ornamental noch passiv ist: Sie haftet, zieht, beugt sich und besteht fort. Sie erblüht nicht – sie breitet sich aus.

 

Choreografie: Shang-Jen Yuan 袁尚仁

Tänzerinnen: Celina Pütsch, Gudrun Rammerstorfer, Lisa Klotzinger, Nina Daglinger, Pandora Geley, Stella Hristov und Waris Viscuña González

Musik: Auszüge aus Le Sacre du printemps / Die Frühlingsweihe, Teil I: Die Anbetung der Erde von Igor Strawinsky

 

SADA Dance Gala Spotlight 2026 – Odeïon Kultur- und Veranstaltungszentrum, Salzburg, Österreich

Choreographie ‧ Videotanz ‧ Fotografie

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